Justin Theroux: Business-Sicko-Star mit Biss – So entlarvt er die Abgründe der Macht
Teufel im teuren Anzug! Justin Theroux spielt nicht nur den charismatischen Geschäftsmann, er macht den skrupellosen Kapitalisten mit all seinen Abgründen zur packenden Bühnenfigur.
Vom hübschen Schauspieler zum Abbild des kalten Business-Monsters
Justin Theroux hat mehr Rollen im Ärmel, als man bei seinem makellosen Aussehen erwarten würde. Der Mann taugt nicht nur für große Prestigeprojekte wie John Adams oder On The Basis Of Sex. Er rollt auch in abgründige Welten ab – zum Beispiel als finsterer Kommunarden-Chef in Wanderlust oder als bizarrer Typ bei Netflix in Maniac.
Doch eine Rolle zieht sich wie ein roter Faden durch sein Werk: Theroux verkörpert den „Business Sicko“ – den machtgeilen Karrieristen, der skrupellos seine Umwelt ausnimmt, oft kurz vor dem endgültigen Absturz oder moralischen Verfall.
Der Psycho-Banker, der hinter den Fassaden lauert
Vor 25 Jahren hat Mary Harrons American Psycho das Bild des gierigen 80er-Jahre-Investmentbankers Patrick Bateman (Christian Bale) weltberühmt gemacht. Justin Theroux war damals der ehrgeizige Timothy Bryce – ein Mann, der nur wenige Entscheidungen von Batemans mörderischem Wahnsinn entfernt scheint.
Unschöne Wahrheiten hinter der Glitzerfassade
In The Girl On The Train 2016 bringt Theroux den toxischen Geschäftsmann Tom auf die Leinwand. Offiziell wurde Tom wegen des Alkoholexzesses seiner Frau Rachel (Emily Blunt) gefeuert – doch die Wahrheit ist viel düsterer. Tatsächlich hatte Tom seine Mitarbeiter sexuell belästigt, doch trotz dieser Vergehen wird er kaum ernsthaft zur Rechenschaft gezogen.
Und diese Verharmlosung zeigt ein Problem unserer Zeit: Wer heute noch „business sickos“ Deckung gibt, der öffnet Tür und Tor für noch mehr Missbrauch und Brechen von Moral und Recht.
Der Sohn aus reichem Haus – auf Abwegen
In Running Point kennen wir Theroux als Cam Gordon, Chef eines Basketballteams, der mehr mit Drogen und Crashs beschäftigt ist als mit seriösem Management. Er ist der „Failson“ – der erbärmliche Sohn, der das Familien-Erbe verspielt. Ein neues Bild des fatale Wirtschaftlers, der nicht nur kaltherzig ist, sondern sich auch selbst ins Aus katapultiert.

Geschichten von Macht und Untergang – auch als Drehbuchautor
Justin Theroux schreibt nicht nur – er versteht es, die dunkle Seite der Wirtschaftswelt auch in seinen Drehbüchern zu zeigen. Im Iron Man 2-Script etwa bringt er die Schattenhistorie von Howard Stark, dem Kriegsgeschäfts-Lenker und Schattenpapst hinter einem Superhelden-Mythos, perfekt aufs Papier.
Sein Credo? Die Business-Kulturen, die Deutschland gerade so kritiklos feiert, sind oft dünn verpackte Gefängnisse – für Gemeinschaft, Moral und echtes Verantwortungsbewusstsein. Theroux klärt auf: Wer immer nur dem eigenen Vorteil nachjagt, wird am Ende kein Gewinner sein. Schnallen Sie sich an – hier blitzt die Wahrheit hinter den Anzügen auf.